WV-Nr: 1975-71
"Eu 750808 A" Euböa 1975
77 x 57 cm, Aquarell



WV-Nr: 1980-02
"Sommermärchen" 1980/81
200 x 270 cm, Acryl auf Leinwand



WV-Nr: 1989-02
"Das Üppige und das Karge" 1989
125 x 100 cm, Acryl auf Leinwand
Privatbesitz



WV-Nr: 2003-06
"Lied der Fische" 2003
80 x 120 cm, Acryl auf Leinwand
Privatbesitz


TEXT-ARCHIV

Zu den Bildern
und Aquarellen
von Reinhard Fritz

Katalogtext und Vernissagevortrag
zur Ausstellung im Stadtmuseum Weilheim 2011

Augenlust und Sinnenfreude, Poesie der Farben, musikalische Formationen, Bewegungsfluss, Zeichen und Symbole des Lebens, ohne jegliches Pathos - charakterisieren den Zauber der Malerei von Reinhard Fritz. -

Ein beeindruckendes, umfangreiches Werk an Leinwänden, Aquarellen, Druckgrafik und bibliophilen Künstlerbüchern ist seit dem Ende der 70er Jahre herangewachsen. Unter der Weite des griechischen Himmels auf der Insel Euböa hatte er anfangs freie Zeichen in Aquarell auf kleine weisse Papierbögen geschrieben. "So entstanden Bilder auf denen Musik zu sehen und zu empfinden war", sagt der Künstler.

Schon kurz drauf werden die Formate größer (Anfang der 80er Jahre). Fritz malt auf grossen Leinwänden mit Acryl, das er dünnflüssig und transparent wie Aquarellfarbe einsetzt. Aus den kleinen, abstrakten Zeichen werden weiß ausgesparte Formen aus Flora und Fauna und der deutbaren Dingwelt. Blätter und Federn z.B. füllten teppichartig die farbigen Bildgründe. Formen bekommen Schatten, diese verselbständigen sich und wurden mit den Jahren zu "Schattenspielen" in rhythmischen Notaten auf leuchtenden, und sich auch kreuzenden Farbbahnen wie in der legendären Serie "Lied der Fische".

So entstehen viele Serien, zahlreiche Werkgruppen. Aus ihnen wird sichtbar, dass sich in dem gesamten Werk von Fritz Motiv und farbige Grundhaltung überraschend konsequent weiterentwickeln zu anderen aber stets verwandten Formen und ähnlichen Farbklängen. Nichts ist von heute auf morgen neu, alles findet sich lange vorbereitet.

In dieses facettenreiche Werk bindet sich die aktuelle Werkgruppe "DayDreamClouds 2011" bestens ein mit ihren vollen und wellenartigen weichen Rundungen, die seit 2009 entstehen in der Nachfolge der horizontalen Landschaftsformationen wie "Berge und schöne Mühen" (140x200cm, 2008) und Bildern wie "Lagune" (2008). "DayDreamClouds" - macht erneut die herausragenden malerischen Qualitäten dieses Künstlers sichtbar.

Jetzt hat die Malerei alles Gebaute der Streifen und Rechtecke, auch der Diagonalen hinter sich gelassen. Sie ist immens in Bewegung geraten. Die weichen vollrunden und langen schmalen Formen schieben und überlagern sich, gehen aber ebenso auch spitz und stachelig tanzend auf einander los. Alles ist in diesem Werk zu finden: Ruhe, Konzentration, Versenkung, Bewegung und Tanz bis zum Furor ! Farbig leuchtende Erscheinungen sind es der lebendigen Natur, gesehen im Licht des Südens. Farbe ist einfach das Anliegen.

Alles wirkt locker, leicht und spontan gemacht in der Reinhard Fritz ganz eigenen lyrischen Abstraktion. Fritz hält es mit Hans Arp, dem Bildhauer, dessen Zeilen er gerne zitiert: "Nachdem er Blatt um Feder um Blatt abgelöst hatte, entschloss er sich das feste Erdreich für immer zu verlassen, und sich fortan hoch, hoch oben in der Schwebe zu verhalten". "DayDreamClouds" sind Gegenwelten. Diese Malerei entrückt, gibt Kraft, macht Energie erlebbar.

Annette Pfaff-Stöhr
im Juli 2011, Lindau/Bodensee



WV-Nr: 2008-02
"Berge und schöne Mühen" 2008
140 x 200 cm, Acryl auf Leinwand



WV-Nr: 2011-20
"fly 2" 2011
70 x 80 cm, Acryl auf Leinwand
Privatbesitz



WV-Nr: 2011-10
"transparencies" 2011
70 x 80 cm, Acryl auf Leinwand
Privatbesitz



WV-Nr: 2011-01
"Bedrohte Welt" 2011
70 x 80 cm, Acryl auf Leinwand





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